OVERCOME Konflikte überwinden

Bei offenen Konflikten helfen oft gezielte Interventionen. Gruppenbildung und Gegeneinanderarbeiten sind schädlich für die Arbeitsatmosphäre. Eskalierende Konflikte zwischen Team-Mitgliedern belasten ganze Abteilungen oder Unternehmen. Doch Konflikte sollten nicht beseitigt, sondern bearbeitet und überwunden werden.
Wenn Konflikte festgefahren sind, braucht es Struktur, Klarheit – und einen neutralen Raum. In eskalierten Situationen wirken interne Versuche oft nicht mehr. Sprachlosigkeit, Lagerbildung oder Rückzug führen zu Stress, Unzufriedenheit und schwindender Zusammenarbeit.
Professionelle Konfliktmoderation unterstützt Teams dabei, wieder ins Gespräch zu kommen – klar, strukturiert und allparteilich.
Fallbeispiel
Sie sind als Ärztin Teilhaberin einer Praxisgemeinschaft. Sie engagieren sich leidenschaftlich für die Patientenversorgung. Sie legen Wert auf Professionalität und eine gesunde Arbeitsumgebung. Doch wegen der Aufteilung der Praxisräume ist Streit entbrannt. Ein junger Arzt, der sich neu in die Praxisgemeinschaft eingekauft hat, beansprucht einen Raum allein für sich, um große Geräte dort unterzubringen. Zwei ältere Ärzte sind so erbost darüber, dass sie nicht mehr mit dem neuen Kollegen reden. Die beiden arbeiten immer mehr für sich allein und kooperieren nicht mehr mit den anderen Fachrichtungen der Praxisgemeinschaft. Die Versorgung der Patienten ist beeinträchtigt. Angestellte Ärzte möchten den Stress und die Spannungen nicht mehr ertragen. Eine Kollegin hat bereits gekündigt.
Konfliktmoderation in Teams und Organisationen
Unter professioneller Anleitung kommen die Beteiligten wieder miteinander in Kontakt. Oftmals sind die Beteiligten dann zum ersten Mal seit langem wieder in einem Raum versammelt. Verschiedene Szenarien werden durchgespielt, Stolpersteine identifiziert und alle Sichtweisen einzeln gehört. Vereinbarungen und Ziele werden gemeinsam formuliert und später überprüft. Die Moderation folgt einer strukturierten Dreiteilung:
1. Eröffnung
- Vorgespräche mit allen Beteiligten (oder Stellvertretungen)
- Gemeinsame Zielklärung
- Rahmenvereinbarung
2. Entwicklung
- Moderiertes Gruppengespräch (1. Sitzung)
- Sichtweisen hörbar machen
- Stolpersteine identifizieren
- Szenarien und Optionen durchspielen
- Einzelcoachings zur Reflexion (optional)
3. Evaluation & Abschluss
- Gemeinsame Vereinbarungen
- Nachbereitung: Reflexion, Wirksamkeit, Ausblick
- Abschlussgespräch nach 2-4 Wochen möglich
Spüren Sie Spannungen oder Sprachlosigkeit im Team?
Ich unterstütze Sie dabei, festgefahrene Situationen zu lösen – durch professionelle Moderation, klare Struktur und allparteiliche Begleitung. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch.
Format & Umfang
Die Konfliktmoderation umfasst 3 Einheiten zu je 2-3 Stunden – plus optionale Einzelgespräche und Nachgespräch.
Für größere Gruppen (ab 10 Personen) oder komplexe Konfliktlagen wird die Struktur individuell angepasst.
Investition
– ab 1.500 € (für kleinere Organisationen mit Förderbedarf)
– bis 2.500 € (für wirtschaftlich aufgestellte Kanzleien, Praxen, Unternehmen)
Ich arbeite mit einem solidarischen Preismodell. Lassen Sie uns über Ihre Situation sprechen – transparente Preisfindung gehört dazu.

FAQ zur Konfliktmoderation in Teams und Organisationen
Was genau ist Konfliktmoderation – und wann ist sie sinnvoll?
Konfliktmoderation ist ein strukturierter Prozess, in dem eine neutrale externe Person (Moderator/Moderatorin) Teams oder Gruppen dabei unterstützt, festgefahrene Konflikte zu bearbeiten. Sie ist besonders sinnvoll, wenn die Situation bereits eskaliert ist, Kommunikation nicht mehr stattfindet oder sich Lager gebildet haben – zum Beispiel bei Konflikten zwischen Teilhabenden, Fachbereichen oder Generationen.
Worin liegt der Unterschied zwischen Konflikt-Coaching und Konfliktmoderation?
Konflikt-Coaching ist oft individuell oder in kleinen Gruppen angelegt und zielt auf Reflexion und persönliche Lösungsansätze. Konflikt-Coaching kann ggf. auch nur mit einer Konflikt-Partei stattfinden, um mehr Klarheit über die Dynamiken zu erlangen. Konfliktmoderation hingegen wird bei größeren Gruppen eingesetzt (ab ca. 8–10 Personen), wenn die Kommunikation stark beeinträchtigt ist. Hier liegt der Fokus auf dem Wiederherstellen des Dialogs und dem Entwickeln gemeinsamer Vereinbarungen.
Was sind typische Anlässe für eine Konfliktmoderation?
- Streitigkeiten zwischen Teilhabenden, Teamleitungen oder Fachbereichen
- Konflikte bei der Raumverteilung, Arbeitsaufteilung oder Rollenklärung
- Generationskonflikte oder Werteunterschiede im Team
- Kommunikationsabbrüche
Wie läuft eine Konfliktmoderation ab?
Zunächst kann es Vorgespräche mit allen Beteiligten oder deren Vertreterinnen und Vertretern geben. In einem moderierten Gruppentermin werden die Sichtweisen gehört, Stolpersteine analysiert und konkrete Szenarien durchgespielt. Ziel ist es, wieder miteinander in Kontakt zu kommen, Verantwortung zu klären und tragfähige Vereinbarungen zu treffen. Die Moderation kann durch Einzelgespräche ergänzt werden.
Wie unterscheidet sich professionelle Moderation von einer internen Klärung?
Eine externe Moderatorin ist allparteilich – sie vertritt keine Seite, sondern sorgt dafür, dass alle Stimmen gehört werden. Das schafft Sicherheit, Transparenz und Struktur. Interne Versuche scheitern oft daran, dass keine neutrale Gesprächsführung möglich ist oder bestimmte Themen tabu bleiben.
Was bringt eine Konfliktmoderation langfristig?
- Wiederherstellung der Kommunikationsfähigkeit
- Gemeinsame Klärung von Zielen und Erwartungen
- Weniger Stress und emotionaler Druck im Team
- Vermeidung weiterer Kündigungen oder Eskalationen
- Mehr Klarheit über Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten
Können Konflikte durch Moderation wirklich gelöst werden?
Nicht jeder Konflikt löst sich vollständig – aber durch eine gut geleitete Moderation wird oft ein neues Verständnis möglich. Es entstehen konkrete Vereinbarungen, die Zusammenarbeit wird wieder möglich, und alle Beteiligten erreichen ein höheres Maß an Reflexion, Klarheit und Verantwortung.